Arbeit

… gäbe es keine Berufsberatung!

Vor Luther gab es nur einen Beruf: die Berufung, Priester oder Mönch zu werden. Durch viele Gebete und Gottesdienste konnte man sich den Zugang zum Himmel erwerben. Die übrigen Menschen hatten vor lauter Sorge um das tägliche Leben dazu keine Zeit.

Luther erkannte, dass Gott den Menschen das Heil schenkt um Christi willen. Die Menschen brauchen im Glauben nur darauf zu vertrauen und können nun Gott gefällig leben im Dienst für die Mitmenschen. Das konnte von nun an in allen Berufen geschehen, ob die Magd die Stube kehrt, der Lehrer unterrichtet, die Landwirtin für Nahrungsmittel sorgt, der Schuster Schuhe herstellt, die Pastorin predigt oder ein Beamter für die öffentliche Ordnung sorgt. Jede ehrliche Arbeit hat die gleiche Würde. Die Wahl des Berufs hängt dabei nicht nur von der Herkunft (oder dem „Stand“), von Fähigkeit und Ausbildung ab, sondern auch vom dem Bedarf der Gemeinschaft.

Standort: Martin-Luther-Haus Hämelerwald