Gemeinschaft

… gäbe es keinen Wein!

Brot und Wein, also der Saft der Reben, gehören seit der frühen Christenheit zum Abendmahl dazu. Das geht zurück auf die Geschichte vom letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Freunden gefeiert. Brot bedeutet, dass Jesus seinen Leib am Kreuz gibt. Der Wein steht für das Blut, das für die Gläubigen vergossen wurde zur Vergebung der Sünden.

Bis zum 13. Jahrhundert war es üblich, das Abendmahl „in beiderlei Gestalt“ einzunehmen – also mit Brot bzw. einer Hostie und einem Schluck Wein (oder Saft) aus dem Kelch. Später nahmen die Gläubigen nur noch die Hostie. Viele fühlten sich zu sündig und zu „unwürdig“ für den Kelch. Auch hatten sie Angst, den Wein zu verschütten und damit wirklich Christi Blut zu vergießen. Schließlich blieb nur der Priester übrig, um stellvertretend für die anderen Gläubigen aus dem Kelch zu trinken.

Für die Reformatoren war es von Anfang an wichtig, dass beide Elemente gereicht werden. Schließlich hatte Jesus selbst das Abendmahl mit Brot und Wein gefeiert. Und weil Jesus es selbst eingesetzt hat, gilt das Abendmahl den Evangelischen neben der Taufe als Sakrament.

Die Gemeinschaft mit Jesus können wir also schmecken und dabei spüren, wie Gott uns auf unserem Lebensweg stärkt.

Standort: St. Petri-Kirche Steinwedel