Gewissen

… hätten wir weniger Mut!

Es war ein bisschen wie David gegen Goliath: Ein unbekannter Mönch und Theologieprofessor aus der Provinz gegen den Papst und seine Weltkirche. Luther war fest davon überzeugt, dass seine katholische Kirche beim Ablasshandel auf dem Holzweg war,  und deshalb musste er sie wieder auf den rechten Pfad zurückführen. Dabei wusste er die Bibel auf seiner Seite: Gott kann man nicht mit Geldspenden gnädig stimmen. Nicht mal, wenn es um Gelder für den Neubau des Petersdoms in Rom geht!

Es war eine tiefe Einsicht, die Luther selbst veränderte. Vielleicht erklärt sich daraus der Mut, den es brauchte, um in dieser Frage dem Papst und seinen Gelehrten die Stirn zu bieten.

Natürlich hatte Luther nicht nur Mut. Oft genug hatte er auch Angst. Von vielen Seiten wurde er angefeindet und bedroht. Mehr als einmal hat er um sein Leben gefürchtet. Aber sein Gewissen trieb ihn an, die aus seiner Sicht eindeutige Wahrheit zu verteidigen: Gottes Liebe ist größer als alle menschlichen Versuche, sie zu erlangen. Und die Bibel steht über dem Papst.

Die Geschichte der Reformation ist keine Heldengeschichte. Aber sie ist aus evangelischer Sicht eine Mutgeschichte. Sie macht Mut für das einzustehen, von dem man überzeugt ist. Auch wenn man erst einmal auf verlorenem Posten scheint. Gute Argumente können andere überzeugen. Worte können stärker sein als Waffen. Darauf lässt sich aufbauen, heute noch!

Dazu die Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Arpke:
Wir haben diese These gewählt, weil wir Martin Luther toll finden mit seiner Treue zu seinem Gewissen, seinem Mut und seiner Überzeugungskraft.
Standort: Kirche zum heiligen Kreuz, Arpke